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| Das Gesellschafter Projekt |
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Das Gesellschafter-Projekt
"In
was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" Unter dieser aktuellen
Frage steht das bisher größte Aufklärungsprojekt, das die Aktion
Mensch gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern am 11. März 2006
im Rahmen einer großen Auftaktveranstaltung in Berlin startete.
Ziel des Projektes ist es, die Frage nach der Zukunft unseres
Gemeinwesens aus der Reformrhetorik von Talkshows und Expertenrunden
zurück in die Gesellschaft zu tragen. Denn nicht, in was für einer
Gesellschaft Menschen leben müssen oder sollen, bestimmt idealerweise
die Zukunft des Zusammenlebens in einer Demokratie, sondern in was für
einer Gesellschaft sie gemeinsam leben wollen. Mit diesem
Perspektivwechsel und der Frage �n was für einer Gesellschaft wollen
wir leben?�will das Projekt einen Prozess gesellschaftlicher
Selbstverständigung anstoßen, der möglichst viele Menschen einbezieht
und ihnen dabei vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung bietet.
Ob als Wähler, Steuerzahler oder Konsumenten, als Europäer, Eltern,
Leistungsberechtigte, Ehrenamtliche oder Visionäre �die Rollen, in
denen Menschen Gesellschaft bilden und Gesellschaft gestalten, sind
vielfältig. Das Gesellschafter-Projekt fordert dazu auf, sich dabei als
aktiver �esellschafter�zu verstehen, der mit seinen Wünschen,
Kompetenzen und Ideen aus all diesen und anderen Rollen am gemeinsamen
Prozess der Gestaltung unserer Gesellschaft teilnimmt. Sich in dieser
Form als �esellschafter�zu betrachten, bedeutet, sich nicht nur
�eutschland�oder sich selbst verpflichtet zu fühlen, sondern jeder
Form sozialen Miteinanders: in der Schule, der Nachbarschaft, der
Gemeinde, in der Stadt oder im Land, aber auch in Europa und der
globalisierten Welt. Eine Gesellschaft aktiver �esellschafter�im
Sinne des Projektes ist sich ihrer ideellen Grundlagen bewusst, ist
sozial sensibel und konsensfähig �und damit am ehesten in der Lage,
sich dem Wandel der ökonomischen und gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen anzupassen und gleichzeitig ihre Identität zu
erhalten. Unter dem Horizont der ebenso grundlegenden wie offenen
Frage �n was für einer Gesellschaft wollen wir leben?�gewinnen
aktuelle politische und ethische Diskussionen Freiraum für neue
Blickwinkel und Konzepte. Zugleich formuliert die Frage auch einen
Maßstab, an denen sich diese Konzepte messen lassen müssen.
�n was für einer Gesellschaft wollen wir leben?�/p>
Von anderen Reforminitiativen
und Kampagnen unterscheidet sich das �esellschafter-Projekt�vor allem
durch seinen konsequent partizipatorischen Charakter, seine
Dialogorientierung und durch konkrete Möglichkeiten zum persönlichen
Engagement. Zudem ist es mit einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren
nachhaltig angelegt.
Um öffentliche Aufmerksamkeit, ein breites Spektrum an
Teilnahmemöglichkeiten und eine nachhaltige Wirkung zu sichern, ist das
Projekt in drei Bereiche differenziert, die sich gegenseitig ergänzen:
eine bundesweite Medienkampagne, die die politischen, philosophischen
und persönlichen Dimensionen der Frage �n was für einer Gesellschaft
wollen wir leben?�entfaltet und zur Beteiligung aufruft, eine
umfangreiche Website, die als zentrales Informations-, Diskussions- und
Koordinationsforum der �esellschafter�dient, und schließlich ein
großzügig ausgestattetes Förderprogramm, mit dem neue Projekte
bürgerschaftlichen Engagements gefördert werden können.
�onsequent partizipatorischer Charakter�/p>
Die Medienkampagne: �erden Sie aktiver Gesellschafter!�/h3>
Die
bundesweite Medienkampagne begann am 13. März mit der erstmaligen
Ausstrahlung des TV- und Kinospots. Der 45-sekündige Film entwickelt in
sechs Fragen die Grundkonstellationen gesellschaftlichen
Zusammenlebens. Der Bogen spannt sich von der Frage nach gemeinsamer
Identität (Wer sind wir?) und Werten (Woran glauben wir?) über die
Frage nach Gemeinsamkeiten und Differenzen (Was verbindet uns
miteinander? Was trennt uns voneinander? Was fasziniert uns
aneinander?) hin zur Frage nach einer gemeinsamen Utopie: �n was für
einer Gesellschaft wollen wir leben?�Dieser Spot wird zwischen März
und Mai sowie nach der Sommerpause von allen großen Fernsehsendern in
Deutschland ausgestrahlt.
Die politischen Dimensionen des Projektes werden in Print-Anzeigen
aufgenommen. Widersprüchliche Botschaften und Diskussionen aus den
Medien werden als Schlagzeilen gegeneinander gestellt und münden
ebenfalls in die Projekt-Frage �n was für einer Gesellschaft wollen
wir leben?�/p>
Auf Plakaten und in Zeitungsanzeigen (�esellschafter gesucht!�
werden schließlich die Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt: gemeinsam
Nachdenken, Antworten formulieren, Diskussionen starten, Ideen
entwickeln, sich in konkreten Projekten vor Ort engagieren, eigene
Projekte verwirklichen.
Ab Mai werden auf Großflächenplakaten sozialpolitische
Schwerpunktthemen in die Diskussion gebracht, z.B. �ildung=Zukunft?�
�rm=Chancenlos?� �uwanderung=Chance?�/p>
Alle Medien und Verlagshäuser, in denen Motive der Kampagne erscheinen, unterstützen das Projekt durch Sonderkonditionen.
�esellschafter gesucht!�/p>
Die Kommunikationsplattform: dieGesellschafter.de
Antworten
auf die Frage �n was für einer Gesellschaft wollen wir leben?�werden
auf der Website des Projektes gesammelt und diskutiert. Dabei können
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählen, ob sie ihre Antworten als
allgemeine Wünsche, Vorstellungen oder Utopien formulieren wollen, oder
sich an Diskussionen um konkrete politische Themen und Konzepte
beteiligen möchten. Alle Antworten und Diskussionsbeiträge können von
anderen Besuchern kommentiert werden. Die Ergebnisse dieser Debatten
werden nicht nur im Netz dokumentiert, sondern auch in einer monatlich
erscheinenden Projektzeitung sowie am Ende des Jahres in einem Buch
publiziert.
Zu den Diskussionen werden auch Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens (Wissenschaftler, Künstler, Vertreter von Verbänden oder
Unternehmer) beitragen. Sie werden aufgefordert, ihre Konzepte und
Modelle für die Fortentwicklung unserer Gesellschaft zu erläutern und
zur Diskussion zu stellen. In einem �olitischen Tagebuch�wird jeden
Tag ein anderer Gastkommentator die für ihn wichtigste Zeitungsmeldung
des Tages vorstellen und kommentieren.
Neben den Diskussionsmöglichkeiten bietet die Website
dieGesellschafter.de auch eine Adressdatenbank für ehrenamtliches
Engagement. Hier kann man Kontaktadressen in der eigenen Umgebung
recherchieren, die dabei helfen, das richtige Projekt für das eigene
Engagement zu finden. Anträge im Rahmen des neuen Förderprogramms
können unkompliziert online gestellt werden.
Angesichts der großen Bedeutung, die das Internet für das Projekt
hat, ist der Aktion Mensch daran gelegen, dass sich möglichst auch
diejenigen beteiligen können, die keinen eigenen Internetanschluss
haben. Sie arbeitet daher mit der �tiftung Digitale Chancen�zusammen,
die eine Datenbank mit allen öffentlichen Internetzugängen in
Deutschland unterhält. Auskünfte über Zugangsmöglichkeiten in
Internetcafés, Bibliotheken usw. erhält man unter der Hotline-Nummer
01805/383725 (12Ct/Min). Dort erfährt man auch, ob der jeweilige
Standort barrierefrei ist.
�eitung ergänzt Website�/p>
Das Förderprogramm: Projekte für eine gerechtere Gesellschaft
Um
neue Projekte bürgerschaftlichen Engagements zu ermöglichen, wird die
Aktion Mensch ab dem 1. Mai 2006 ein neues Förderprogramm mit einem
Gesamtvolumen von 10 Millionen Euro anbieten. Gefördert werden
Projekte, die im Wesentlichen von ehrenamtlichen und freiwilligen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen werden oder die zur
Neugewinnung von Ehrenamtlichen beitragen. Wichtigste inhaltliche
Voraussetzung ist, dass die beantragten Projekte konkret zu mehr
Gerechtigkeit in der Gesellschaft beitragen: sei es, dass sie durch
gelebte Partizipation und Teilhabe mehr Chancengerechtigkeit für
Menschen in sozial schwierigen Situationen schaffen, oder dass konkrete
Konzepte für mehr Verteilungs-, Chancen-, Geschlechter- oder
Generationengerechtigkeit entwickelt oder erprobt werden.
Wie bei �000xZukunft� in deren Rahmen die Aktion Mensch in den
vergangenen beiden Jahren bundesweit mehr als 8.000 Projekte für Kinder
und Jugendliche gefördert hat, ist der Zugang zu den Mitteln
unbürokratisch: Die Anträge können online ausgefüllt werden.
�ehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft�/p>
Vernetzung und Kooperation
Für
das Gelingen des Gesellschafter-Projektes sind Vernetzung und
Kooperation von entscheidender Bedeutung. Hauptpartner sind die
Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Daneben kooperiert die
Aktion Mensch mit zahlreichen Eltern-, Sozial- und
Selbsthilfeorganisationen sowie Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs)
aus Bereichen wie Umwelt, Entwicklung, Verbraucherschutz oder
Menschenrechten. Kulturelle Organisationen und Institutionen beteiligen
sich ebenfalls. Auch die über 100 Verbände, die bisher im Rahmen der
Aktion Grundgesetz gemeinsam mit der Aktion Mensch
behindertenpolitische Themen vertreten haben, sind �esellschafter�des
neuen Projektes. Ihre Aktionen �beispielsweise zum Europäischen
Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen rund um den 5. Mai �
werden in das Gesellschafter-Projekt integriert. In der Entstehung
befinden sich darüber hinaus ein prominent besetztes Wissenschaftsforum
und ein Wirtschaftsforum, die das Projekt inhaltlich beraten und bei
der Durchführung von Fachveranstaltungen und Tagungen mitwirken werden.
Gemeinsam mit diesen Kooperationspartnern ist ein breites Spektrum
an begleitenden Aktionen geplant �beispielsweise drei Filmfestivals
in über 70 Städten zu den Themen Arbeit, Wirtschaft und Globalisierung
(ab Herbst 2006), zahlreiche Wettbewerbe, Schulprojekte,
Ausstellungen, ein Kongress zur Sozialpolitik und eine Veranstaltung
zum Thema Wirtschaftsethik
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Letzte Änderung:
10.09.2010
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